RT44: Mitglieder des ROUND TABLE 44 BERLIN stellen sich vor: Stefan Brinkemper

Berlin, 15.08.2015 - Menschen mit Helfersyndrom versammeln sich bei ROUND TABLE. Heute stellen wir Stefan Brinkemper in einem Interview vor.

Warum bist Du Tabler geworden?

Anno 2010: Acht lange Jahre habe ich als Helfer beim Technischen Hilfswerk meiner sozialen Ader nachgegeben. Doch irgendwann bemerkte ich nachlassendes Engagement bei meiner Arbeit im THW, welche sich aus dem Kampf gegen die Behördenwindmühlen ergab. Während eines Gesprächs mit einem guten Freund von mir, erzählte dieser mir von einem Serviceclub, bei dem er vor kurzem Mitglied geworden sei. Die soziale Arbeit des Clubs sei direkt, zumeist nachhaltig und durch den Einzelnen zu verändern. Das klang für mich sehr spannend. Nachdem er mir einiges Weitere zum Clubleben erzählte und wir einige Mitglieder aus seinem Club kennen lernten, bat ich ihn, den Kontakt zum Tisch an meinem Heimatort herzustellen. Dort lernte ich während des Gabeltests, dem ersten Kennen lernen bei einem Abendessen, zwei der Tabler in Hanau kennen. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut, so dass ich kurz darauf Aspirant und Tabler wurde.

Seit wann bist Du Tabler?

April 2011, Aspirant seit Ende 2010

Was machst Du sonst so im Leben?

Aktuell bin ich als Account Manager bei einem Personaldienstleister für Interim und Freelancer tätig. Daneben bin ich weiterhin aktiv beim Technischen Hilfswerk. Viel Zeit verbringe ich mit meiner Partnerin beim Wandern oder Erkunden von Berlin, fahre Rad und treffe mich mit Freunden.

Was war ein tolles Erlebnis bei RT?

Mitte Juli im Jahre 2011. Ich bin gerade im April zuvor am Hanauer Tisch genadelt worden und noch ganz grün hinter den Ohren, was Round Table betrifft. Zwar hatte ich bereits von Service Clubs gehört, doch war mir RT gänzlich unbekannt. Es war ein günstiger Zeitpunkt, wie sich herausstellen sollte. Bereits in den ersten Monaten suchte ich den Kontakt zum nur ca. 30 km entfernten Tisch nach Aschaffenburg, wo man mich genauso herzlich empfing, wie am Tisch in Hanau.

An beiden Tischen ist das anstehende, internationale Großereignis, das Round Table International AGM in Bremerhaven ein Thema. Sofort war für mich klar, das nationale AGM zugunsten des internationalen AGM sausen zu lassen. Da ich mit dem eigenen Auto fahren wollte, tat ich im Umkreis kund, dass noch Plätze zu besetzen wären. Auf der Rückreise sollten bereits der damalige 41 International Vice President aus Indien  sowie ein weiterer Hanauer Tabler mitfahren. So sah ich also meiner ersten Table Veranstaltung voller Vorfreude und Spannung auf das was mich erwarten würde entgegen. Hatte ich doch bereits einige Sagen und Gerüchte zu vorangehenden Ereignissen gehört.

Eine schönen Tages, ich saß nichtsahnend im Büro, erhielt ich einen Anruf. "Hallo, hier ist Björn aus Hamburg, ich habe gehört du hast noch einen Platz im Auto frei, kannst du einen Freund von mir am Flughafen in Frankfurt abholen und nach Bremerhaven mitnehmen? Er kommt aus Mauritius." Völlig verdutzt war meine Antwort: "Ja, klar, wann und wo?". Nach dem wir die Kontaktdaten ausgetauscht hatten, habe ich Ronald angerufen und wir haben einen Treffpunkt sowie eine ungefähre Zeit ausgemacht.

Gesagt, getan. Am Donnerstag vorm RTI Wochenende fuhr ich also, gespannt darauf, wie die Fahrt, mit einem mir völlig Fremden wohl laufen würde, los, um Ronald einzusammeln. Gemeinsam machten wir uns auf die ca. 5,5 Std. dauernde Fahrt gen Norden.

Hier zeigte sich Round Table von seiner besten Seite. Als hätten wir uns gestern es letzte Mal gesehen, unterhielten wir uns die ganze Fahrt über völlig ungezwungen und sehr angenehm. Angefangen mit ein paar Basics (Wer bist du, was machst du?) ging es sehr schnell über das Tischleben bis hin zu allgemeinen Themen und intensiven Diskussionen über Deutschland, Mauritius und einiges andere. Es war eine wirklich tolle Fahrt und ein unvergessliches Erlebnis, da das erste dieser Art.

Vor Ort angekommen lernte ich dann auch Björn (de Vries) persönlich kennen und erfuhr, dass die Verbindung über Steffen (Lindert) zustande kam. An dieser Stelle auch nochmal ein danke an die Jungs aus Bremerhaven, die ein tolles Wochenende auf die Beine gestellt haben.

Was ist toll am Tabling?

Das ist toll am Tabling. Bis heute erzähle ich diese Geschichte allen neuen Aspiranten, Verwandten und Bekannten, da sie mich tief beeindruckt hat. Ich habe es als wunderbare Erinnerung behalten, dass ich als Tabler überall auf der Welt Freunde habe, mit denen ich mich ausgezeichnet unterhalten kann, auch wenn ich sie noch gar nicht kenne.

Darüber hinaus ist es sehr schön zu wissen, am Ende eines anstrengenden Tages etwas Gutes getan zu haben.

Glücklicherweise folgten seither noch diverse schöne Erinnerungen und ich freue mich sehr auf das noch vor mir liegende Jahrzehnt von und mit Round Table.

Was für neue Mitglieder wünsche ich mir?

Mitglieder von Round Table sind aufgeschlossene, junge Menschen, die den Elan mitbringen, mit kleinen und gezielten Aktionen Gutes für die Menschen um sich herum sowie benachteiligte Kinder und Erwachsene zu tun. Daneben gehören wir unterschiedlichen Berufsgruppen an, was die Vielfalt im Clubleben ausmacht. Leider sind wir zur Zeit unterbesetzt in Sachen Handwerker und Ingenieure.